Die Piratenpartei wird nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Ulrich Sarcinelli bei der Bundestagswahl weit unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben. Sie bekomme möglicherweise ein bis zwei Prozent der Stimmen, sagte Sarcinelli in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Der Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau glaubt aber, dass die Piratenpartei durchaus langfristige Überlebenschancen hat. „Die Tatsache, dass diese Partei in anderen Ländern seit geraumer Zeit existiert, spricht eher dafür, dass sie kein kurzfristiges Phänomen ist“, sagte er. (…)
Nach seiner Einschätzung gewinnt die Piratenpartei vor allem Menschen für sich, die sich von den etablierten Parteien verabschiedet haben – und auch jüngere Leute ohne große Parteipräferenzen. „Die Piratenpartei profitiert, wie auch andere neue Anbieter auf dem politischen Markt, von einer verbreiteten Unzufriedenheit mit dem Parteiensystem überhaupt“, sagte er.
Zudem nutze der Partei den gesellschaftlichen Trend zu mehr politischer Unverbindlichkeit und informellen Strukturen. „Zum Lebensgefühl der modernen Netzgesellschaft gehört die Vorstellung einer durch das Internet lose zusammengehaltenen Gesellschaft“, sagte der Wissenschaftler. Dieses sei verbunden mit der „zentralen Forderung“ eines frei zugänglichen Netzes, das Information und Kommunikation überall und jederzeit kostenfrei verfügbar mache. mehr
Quelle: dpa
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(Dies soll keine Parteienwerbung sein. Die Einschätzung von Ulrich Sarcinelli ist allgemein interessant [ak].)




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